Freiheit und Freizeit
Hallo meine treuen Blogleser,
nun bin ich schon wieder über zwei Wochen wieder in Portstewart. Man kann allerdings nicht sagen, dass die erste Woche wie im Flug vorüberging, sie zog sich eher schleppend dahin. Ich musste mich irgendwie erst mal genauso einleben, wie ich es am Anfang wieder in Deutschland musste. Hier ist es jetzt im Vergleich zu der Vorweihnachtszeit sehr ruhig, denn viele von den einheimischen Studenten kommen nur für ihre Klausuren her und fahren dann wieder nach Hause. Deshalb ist unsere sonst so feierwütige Straße ungewohnt friedlich. Die Tatsache, dass einige von meinen Freunden nicht nach Weihnachten zurückgekommen sind, trägt auch dazu bei, dass es sich nun einfach anders anfühlt. Aber auch in dieser etwas ruhigeren Zeit haben sich einige Dinge getan.
Die wohl einschneidendste Veränderung ist wohl, dass meine Mitbewohnerin Julia am Mittwoch nach Hause geflogen ist. Nun steht also schon ein Zimmer in unserer Wohnung leer. Wir haben uns am Sonntag auch schon mit unseren Vermietern getroffen, weil unser Auszug ja kurz vor der Tür steht. Wir dachten alle, dass sie sich jeden Raum ganz gründlich anschauen und ihr Inventarliste durchgehen werden. Aber nein, die Iren überraschen einen immer wieder! Sie setzten sich zu uns in die Küche, wir quatschten ein wenig, bezahlten die restliche Miete und klärten, wie wir es mit dem Auszug machen sollen und das wars. Ich glaube sie waren einfach überrascht wie ordentlich es war und vertrauten uns deshalb das der Rest der Wohnung auch so aussieht. Naja, wahrscheinlich haben sie die Wohnung gewöhnlicherweise in einem anderen Zustand zurück bekommen ;-)
Eine weitere Nachricht, die mich letztes Wochenende erreicht hat und mich echt im negativen Sinne vom Hocker gerissen hat, ist dass meine Linkmama einen Herzinfarkt hatte und über Neujahr operiert werden musste. Es war zum Glück nur ein leichter Herzinfarkt und sie ist wieder auf dem Weg der Besserung. Joan ist so eine nette und hilfsbereite Frau, die mir in der letzten Zeit sehr ans Herz gewachsen ist und der Fakt, dass sie in kurzer Zeit zwei Schicksalsschläge hinnehmen musste, haben mich traurig gemacht.
Sonst geht es mir aber sehr gut und ich kann meine Zeit hier in vollen Zügen genießen. So viel Freiheit und Freizeit, wie hier werde ich wohl sehr lange nicht haben.Morgen geht’s endlich mal wieder nach Belfast!
Bis dann.