Auf ins Abenteuer: ein nordirisches Tagebuch

Freiheit und Freizeit

— geschrieben von nordirlandreb @ 15:22

Hallo meine treuen Blogleser,


nun bin ich schon wieder über zwei Wochen wieder in Portstewart. Man kann allerdings nicht sagen, dass die erste Woche wie im Flug vorüberging, sie zog sich eher schleppend dahin. Ich musste mich irgendwie erst mal genauso einleben, wie ich es am Anfang wieder in Deutschland musste. Hier ist es jetzt im Vergleich zu der Vorweihnachtszeit sehr ruhig, denn viele von den einheimischen Studenten kommen nur für ihre Klausuren her und fahren dann wieder nach Hause. Deshalb ist unsere sonst so feierwütige Straße ungewohnt friedlich. Die Tatsache, dass einige von meinen Freunden nicht nach Weihnachten zurückgekommen sind, trägt auch dazu bei, dass es sich nun einfach anders anfühlt. Aber auch in dieser etwas ruhigeren Zeit haben sich einige Dinge getan.


Die wohl einschneidendste Veränderung ist wohl, dass meine Mitbewohnerin Julia am Mittwoch nach Hause geflogen ist. Nun steht also schon ein Zimmer in unserer Wohnung leer. Wir haben uns am Sonntag auch schon mit unseren Vermietern getroffen, weil unser Auszug ja kurz vor der Tür steht. Wir dachten alle, dass sie sich jeden Raum ganz gründlich anschauen und ihr Inventarliste durchgehen werden. Aber nein, die Iren überraschen einen immer wieder! Sie setzten sich zu uns in die Küche, wir quatschten ein wenig, bezahlten die restliche Miete und klärten, wie wir es mit dem Auszug machen sollen und das wars. Ich glaube sie waren einfach überrascht wie ordentlich es war und vertrauten uns deshalb das der Rest der Wohnung auch so aussieht. Naja, wahrscheinlich haben sie die Wohnung gewöhnlicherweise in einem anderen Zustand zurück bekommen ;-)


Eine weitere Nachricht, die mich letztes Wochenende erreicht hat und mich echt im negativen Sinne vom Hocker gerissen hat, ist dass meine Linkmama einen Herzinfarkt hatte und über Neujahr operiert werden musste. Es war zum Glück nur ein leichter Herzinfarkt und sie ist wieder auf dem Weg der Besserung. Joan ist so eine nette und hilfsbereite Frau, die mir in der letzten Zeit sehr ans Herz gewachsen ist und der Fakt, dass sie in kurzer Zeit zwei Schicksalsschläge hinnehmen musste, haben mich traurig gemacht.


Sonst geht es mir aber sehr gut und ich kann meine Zeit hier in vollen Zügen genießen. So viel Freiheit und Freizeit, wie hier werde ich wohl sehr lange nicht haben.Morgen geht’s endlich mal wieder nach Belfast!


Bis dann.





Tipp der Woche: Irish Guinness Cake

— geschrieben von nordirlandreb @ 17:34

Da wir ja nun schon mal beim Kochen mit Alkohol sind, nun ein super Rezept für einen klassischen irischen Bierkuchen! Dieses Rezept muss ich unbedingt schnellstmöglich ausprobieren, hört sich einfach echt interessant an. Und wundert euch nicht darüber, dass man den Kuchen so lange durchziehen lassen muss, bei einglischen Früchtekuchen zählt, ja länger, desto besser ;-)

Zutaten:

 

225 g Butter

225 g   Zucker braun

4   Ei(er)

285 g   Mehl

½ Pck.   Backpulver ½ TL   Zimt, gemahlen ½ TL   Nelke(n), gemahlen ½ TL   Koriander, gemahlen ½ TL   Kardamom, gemahlen

450 g   Rosinen

60 g   Orangeat

60 g   Zitronat

110 g   Mandel(n), gehackt

4 EL   Bier (Guinness) 8 EL   Bier (Guinness)

Zubereitung:

Butter und braunen Zucker schaumig rühren. Nach und nach Eier und das mit Backpulver vermischte Mehl zufügen. Die Gewürze sowie Rosinen und Orangeat/Zitronat, Mandeln und 4 EL Guinness Bier hinzugeben.
Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und zuerst bei 170°C E-Herd oder Gas Stufe 3 1 Stunde, dann bei 150°C E-Herd oder Gas Stufe 1-2 weitere 90 Minuten backen.
Den Kuchen abkühlen lassen und mit Schaschlikspieß o.ä. von oben 4-5-mal anstechen. Mit den 8 EL Guinness Bier den Kuchen beträufeln. Den Kuchen in Alufolie einwickeln und eine Woche durchziehen lassen.

 

 


Tipp der Woche: Irish Coffee

— geschrieben von nordirlandreb @ 17:27

Hallo meine Lieben,

es wurde sich ja von einigen meiner Leser über die fehlenden Tipps der Woche "beschwert". Deshalb in dieser Woche gleich zwei kulinarische Tipps aus Irland.

Ein perfekter Absacker an kalten Wintertagen ist Irish Coffee und noch besser er ist sehr leicht zu zubereiten.

Man braucht nur:

1 Tasse heißen Kaffee

ja nach Geschmack, aber mindestens 3 cl irischen Whiskey

1 Teelöfel braunen Zucker

und etwas geschlagene Sahne

Den Whiskey, Zucker und den heißen Kaffee in ein Glas bzw. in einen Becher geben. Etwas Sahne leicht schlagen. Ungefähr 4 Esslöffel der Sahne auf den Irish Coffee setze. Und fertig ist der Gaumenschmaus!

 


Dublin

— geschrieben von nordirlandreb @ 18:37

Hallo meine Lieben in Deutschland!


Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht und hattet etwas Zeit zum Erholen nach den Festtagen. Ich bin ja direkt nach den Feiertagen mit Daniel nach Dublin geflogen und habe dort auch Silvester verbracht. Der Temperaturunterschied war echt enorm in Bremen waren es kontinuierlich Minusgrade und in Dublin so um die 4 Grad. So, konnte man auch ohne Erfrierungen den ganzen Tag die Stadt zu Fuß erkunden. Wir haben in der kurzen Zeit viel sehen können und fast alle Sehenswürdigkeiten aus dem Reiseführer abgehakt ;-) So, hier nun wieder nur eine Aufzählung der Highlights ;-)


Ein Highlight war auf jeden Fall die Besichtigung des Guinness Storehouse. Hier hat man alles über die Herstellung und Vermarktung von Guinness erfahren können. Mir hat besonders der Teil gefallen, wo man die alten Werbeplakate und Werbespots sehen konnte. Krönender Abschluss war dann ein frisch gezapftes Guinness in der hauseigenen Guinness-Bar im 6. Stock über den Dächern Dublins zu trinken! Eine ganz besonderes witzige Information haben wir bei der Guinness-Tour mitgenommen: Schaut euch mal die Harfe auf einer Guinnessbierdose an und dann die Harfe auf einer irischen Euromünze. Da wird euch auffallen, dass die Harfe auf der Münze „umgedreht“ dargestellt ist. Denn schon 1862 ließ sich Guinness die Harfe als eingetragenes Markenzeichen sicheren und als die Republik 1922 gegründet wurde, wollte man die Harfe unbedingt als irisches Wahrzeichen zum Wappenzeichen machen. Aufgrund des Guinnessvertrags musste man die Harfe also umdrehen, damit keine Markenrechte verletzt werden.


Das berühmte Trinity College haben wir uns natürlich auch angeschaut. In diesen uralten, wunderschönen Gebäuden würde wohl Jeder gerne lernen. Das Trinity College liegt mitten im Stadtzentrum und Horden von Touristen stürmen die Uni jeden Tag. Leider war Hauptsehenswürdigkeit die alte Bibliothek, wo sich das Book of Kells eines der ältesten Bücher der Welt befindet, war leider geschlossen. Aber so haben wir wenigstens einen Grund nochmal nach Dublin zu fahren ;-)


Einen Tag vor Silvester haben Daniel und ich einen Traditional Musical Pub Crawl mitgemacht. Das heißt wir sind einen Abend lang mit zwei Musikern durch die Pubs Dublins gezogen. In jedem Pub haben die Musiker etwas traditionelle Musik gespielt und etwas über die Instrumente, die Musik oder Dublin erzählt. Das war echt ein super toller Abend! Und die Pub-Tour hatte den Nebeneffekt, dass wir so schon ein paar gute Pubs für die Silvesternacht auschecken konnten.


Die Silvesternacht war ein echtes Vergnügen! Erstens, konnte ich mit Daniel zusammen feiern und zweitens waren wir im Temple Bar Viertel unterwegs und dort war die gute Stimmung einfach mitreißend! Erste Station war ein kleiner, schnuckeliger Pub, den wir schon auf dem Pub Crawl kennengelernt haben. Dort gab es mal wieder Livemusik. Nach dem wir so ins neue Jahr gefeiert haben, sind wir durchs Temple Bar Viertel auf der Suche nach dem nächsten Pub gezogen und ihr werdet es nicht glauben wen wir da gesehen haben: Bastian Pastewka! Ich habe ihn in der Menge erkannt und nur gesagt: „Den kenn' ich doch!“. Er erwiderte nur: „Frohes Neues!“. So, witzig! Wen man alles in Dublin trifft ;-)

Dann sind wir noch in eine Art Pub-Disko gegangen und haben das neue Jahr ordentlich gefeiert!


Die nächsten zwei Tage haben wir dann wie gewohnt das Touriprogramm abgehandelt. Nennenswert ist noch die älteste und meiner Meinung nach schönste Kirche in Dublin: die Christ Church. Sie wurde schon Anfang des 1. Jahrhundert nach Christus gebaut und steht tatsächlich heute noch.

Am 3. Januar hieß es dann wieder von Daniel Abschied nehmen und wieder auf nach Nordirland.

Naja, soweit erst mal meine Lieben.

Bis dann.


Home, Home, Home

— geschrieben von nordirlandreb @ 14:36

Hallo meine Lieben,

die Zeit vergeht wie im Flug und bald bin ich schon wieder in Deutschland! Am Montag heißt es für mich von Portstewart nach Coleraine, von Coleraine nach Belfast, dann von Belfast City Centre zum Flughafen, dann nach London und von London nach Hamburg, um dann endlich nach Bremen!!!! Ihr seht also ich bin ganz schön lange unterwegs ;-)

Diese Woche heißt es für mich auch schon von einigen sehr lieb gewonnen Menschen Abschied zu nehmen. Manche kommen nach Weihnachten nicht mehr zurück, weil sie keine Prüfungen haben ;-( Deshalb ist diese Woche voll mit Treffen und Aktionen gewesen. Am Wochenende bin ich zum Beispiel bei meiner irischen Gastmama zum Tannebaum schmücken und essen eingeladen. Und am Sonntag wird nochmal ein Old Mill Grange WG-Brunch statt finden. Ach, das werde ich schon ganz sentimental.........

Natürlich freue ich mich wahnsinnig wieder nach Hause zu kommen, nach Bremen und Hannover, aber ich werde sehr viele Dinge sehr vermissen! Bis jetzt war es eine super Zeit hier und ich bin sehr froh, dass ich im Januar nochmal her komme. Es ist über die 4 Monate auch schon ein zu Hause für mich geworden. Besonders meine Freundschaft zu Martina, Katharina, Trish und Johanna und viele andere hat meine Zeit hier so toll und einizigartig gemacht! Danke

Also ab Montag hat mich Deutschland wieder!

Ganz liebe Grüße,

Rebecca


Welcome to the Winter Wonderland

— geschrieben von nordirlandreb @ 13:33

Hallo meine lieben Blogleser,

 

ich hoffe ihr hattet alle einen wunderschönen und gemütlichen 1. Advent. Auch wenn man es kaum glauben kann, auch hier ist der Winter mit aller Härte angekommen. Wie die BBC berichtet, sind die Temperaturen in mancher Regionen auf -9 Grad gesunken: Das ist ein Rekordtief für November!

Ich bin nach meinem super tollen Vorweihnachtswochenende auch schon in der richtigen Stimmung: Weihnachten kann kommen! Am Freitag war ich auf einem Christmas Dinner, dass von den International Friends organisiert wurde.Und ich kann euch sagen, dort wurde echt was aufgefahren. Zur Vorspeise wurden Fruchtspieße mit Erdbeersoße serviert, als Hauptgang gab es gefülte Truthahnbrust mit Kartoffeln, Karotten, Bluhmenkohl mit Käse überbacken, Cranberrysoße und eine dunkle Soße.Aber das war noch nicht Alles: zum Dessert wurden wir mit einer Baiser-Erdbeertorte und Kaffee verwöhnt. Da es sich ja um ein Christmas Dinner handelte, gab es auch die in der UK typischen Cracker. Das sind solche Papierdinger (sehen wie ein Bonbon aus) an denen man an beiden Enden ziehen muss und es BummBumm macht und kleine Überraschungen herausfliegen. Jeder hatte eine kleine, bunte Krone drin, echt passend da ich neurdings die Königin von Norddeutschland bin ;-) Nach dem Dinner war ich glücklich und zufrieden und endlich in Weihnachsstimmung!

Da es ja das gesamte Wochenende sehr frostig war, haben wir es uns zu Hause gemütlich gemacht. Eine kleines Ritual ist das X-Factor schauen am Samstag und der Entscheidung am Sonntag. Am Samstag haben wir uns mit Eclairs und heißer Schokolade den abend versüßt. Und am Sonntag haben wir uns dann selber Glühwein gemacht und dazu traditionellen Christmas Pudding gegessen! Das war ein Gaumenschmaus sag ich Euch. 

Insofern habe ich mir ein schönes Adventwochenende gemacht.

Alles Gute,

Rebecca

 


Tipp der Woche

— geschrieben von nordirlandreb @ 11:46

Hallo meine Lieben,

wie einige von Euch ja wissen, plagt mich diese Woche das Heimweh. Zur Aufmunterung mein musikalischer Tipp der Woche. Dieses Lied wird hier jeden Abend im Pub oder der Diskothek gespielt. Das ist sozusagen ein Klassiker für die Iren.

Ich wünsche Euch viel Spaß!

 


Vorweihnachtswahnsinn in Belfast und das irische Tanzbein

— geschrieben von nordirlandreb @ 14:57

Hallo meine lieben Blogleser!



Ich habe mal wieder Vieles von der grünen Insel zu berichten. Am Donnerstag bin ich, trotz Erkältung, auf einen irischen Themenabend in der Uni gegangen. Eine Freundin hat die Veranstaltung im Rahmen ihres Event Management Kurses organisiert. Und es war echt nett: der ganze Raum war grün und mit Kobolden dekoriert. Es gab Irish Stew und traditionelle irische Live-Musik. Der Höhepunkt des gesamten Abends war aber ganz klar der „Tanzunterricht“. Gut, dass ich an diesen Abend nur Cola getrunken habe, sonst hätte ich mir die Schritte nicht merken können :-) Die Fußschritte sind eigentlich nicht so kompliziert, aber die Reihenfolge der verschieden Elemente und die Koordination innerhalb der Reihe sind schon nicht so einfach. Beruhigend war das auch die Iren nicht viel besser waren als wir Novizen. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und ich hoffe ich kann euch ein paar Sachen beibringen, wenn ich wieder da bin. Ach ja, es gab noch eine Verlosung und ich habe doch tatsächlich etwas gewonnen. Ich darf leider nicht verraten was ich bekommen, weil es jemand zu Weihnachten bekommen wird ;-)



Am Samstag hieß es dann mal wieder auf nach Belfast zum Continental Christmas Market! Ich habe ja schon lange richtig Appetit auf eine gute deutsche Bratwurst. Mit den Würstchen wird hier ja nur komischen angestellt: Frittieren! Das deutsche Brot vermisse ich gar nicht, aber ihr kennt mich ja die Wurstwaren;-) Der Weihnachtsmarkt hat uns mit der Ansage gelockt es gäbe deutsche Bratwurst und Glühwein. Unsere Mission war also einfach: uns den Bauch voll schlagen und noch ein wenig durch Belfast bummeln. Am Samstag wurden auch offiziell alle Lichterketten und Dekoration angeschaltet. In der Stadt war es so unglaublich voll und nach 3 Stunden auf den Beinen haben wir uns in ein Café gesetzt. Wir unterhielten uns natürlich auf Deutsch und am Nachbartisch hatte der ältere Mann die ganze Zeit so ein Lächeln auf dem Gesicht. Nach 20 Minuten haben wir dann angefangen ein wenig in meinem Reiseführer durchzublättern: der Einsatz für unseren Tischnachbarn!

Er stellte die obligatorische Frage: „Are you German?“ und schon waren wir am quatschen. Er ist Journalist und kommt eigentlich aus Kerry (Republik Irland), hat aber schon in New York, London und München gearbeitet und lebt nun in Belfast. Locker flockig folgte dann ein Reisetipp nach dem anderen mit eingestreuten Anekdoten. Zum Beispiel war er früher ein großer Fan von der Schwarzwald Klinik. Die Schwarzwald Klinik wurde anscheinend mit Untertiteln in der Republik ausgestrahlt und war laut unseren Tischnachbarn auch sehr beliebt. Unser Magen knurrte und das hieß verabschieden und auf auf den Weihnachtsmarkt.

Das war leider nicht so einfach wie gedacht. Wieder Mal ein Fall für gute Idee, schlechte Idee: die Eingänge zum Weihnachtsmarkt waren abgesperrt und mit Polizei bewacht und nach langen Warten wurden die Schleusen geöffnet und das Drücken und Schieben ging los. Die haben hier glaube ich noch nicht gehört, was auf der Love Parade 2010 passiert ist. Und auch auf dem Weihnachtsmarkt was es unglaublich voll. Man musste sich teilweise gar nicht bewegen, weil man geschoben wurde. Das hat meine Weihnachtslaune etwas gedrückt. Allerdings haben wir alles bekommen: eine deutsche Bratwurst, Glühwein und Kokosmakronen. Nur gebrannte Mandeln gab es leider nicht ;-(

Ich werde auf jeden Fall nochmal hingehen und hoffen, dass es nicht so voll ist!

Soweit für heute

Bis bald

Rebecca




Krank, aber zufrieden

— geschrieben von nordirlandreb @ 17:56

Hey meine Lieben,

mich hat es erwischt! Ich bin schon wieder erkältet mit allem Drum und Dran. Jetzt macht auch das Sprechen keinen Spaß mehr, weil jeder Ton schmerzt. Das Wetter muss daran schuld sein ;-) Nachts friert es hier auch schon.



Aber es gibt auch gute Nachrichten. Ich habe meinen ersten Essay nun endlich fertig und kann ihn morgen in Ruhe abgeben. Leider muss ich mich gleich an den nächsten setzten, der in 2 Wochen fällig ist.



Morgen werde ich, wenn ich fit genug bin, auf einen irischen Abend gehen. Dieses Event wird von meiner Freundin organisiert und es wird irischer Tanz, Irish Stew und traditionelle Musik geben. Ich bin mal gespannt, ob ich das mit dem Tanzen hinbekomme.



Also,

ich melde mich bald wieder. Gleiche Stelle, gleiche Welle!


Bücherwurm, Belfast und Break-Down

— geschrieben von nordirlandreb @ 16:00

15.11.2010

Hallo nach Deutschland,

sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber in letzter Zeit hat mich der Unistress eingeholt. Ich bin fast jeden Tag in der Bibliothek und zum Bücherwurm mutiert. Aber auch diese Phase wird spätestens wieder in 4 Wochen vorbei sein.



Am Samstag habe ich mal eine Pause gebraucht und wollte auch endlich mal wieder etwas Großstadtluft schnuppern. Also, hieß es auf nach Belfast und mal wieder einkaufen gehen. Wie haben dann den ganzen Tag in der völlig überfüllten Innenstadt verbracht. Ich habe ja eigentlich schon mal nach Weihnachtsgeschenken schauen wollen, aber ich habe nicht so richtig etwas gefunden. Abends haben wir den Mädchentag noch in einer Lounge ausklingen lassen. Nach der ersten Flasche Weißwein haben Katharina und Martina Appetit bekommen und sich einen Kuchen bestellt. Nach der zweiten Flasche Wein mussten wir feststellen, dass die Zeit mal wieder zu schnell vergangen ist und wir uns beeilen müssen, um unseren Zug zu bekommen. Also schnell alle Tüten gegriffen und los! Nach ein paar zurückgelegten Metern kam uns der Kellner nach gelaufen und fragte bei wem wir denn unsere Rechnung bezahlt hätten. Meine Freundin, die bezahlt hatte, gab ein Steckbriefbeschreibung der Kellnerin und damit war die Sache auch erledigt. Bis ihr einfiel: Sie hat nur den Wein bezahlt, den Kuchen nicht!!! Da wir ja sonst unseren letzten Zug verpasst, hätten habe wir es bei dem schlechten Gewissen gelassen und uns darauf geeinigt nie wieder dort aufzutauchen ;-)



Am Sonntag wollte ich mich eigentlich meiner Hauptfunktion widmen: arbeiten und telefonieren. Leider hat das Internet in unsere geliebten Old Mill Grange wieder einen kompletten break-down erlitten. Ich kann also zu Hause noch nicht einmal einen Wort nachschauen :-(



Also meine Lieben, soviel für heute.

Bis dann

Rebecca



 


Nachtrag: Halloween, St. Patrick Day

— geschrieben von nordirlandreb @ 17:49

Hey meine Lieben hier noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Artikel.

Auf der Ruckfahrt von Derry im Auto: 

Rebecca: Da könnte man ja auch nächstes Jahr nach Derry zu Halloween fahren.

Katharina: Oder im März zum St. Patrick Day.

Rebecca: Was trägt man da? Grün?

Martina: Oder Hosen mit Aussparrungen.

Rebecca: Häh, das verstehe ich nicht. 

Martina: Wieso die Schwulen tragen doch immer solche Hosen.

Katharina: Ach, du meinst den Christopher Street Day....

Tja, hier kommt man schon durcheinander, das sag ich euch


Halloween

— geschrieben von nordirlandreb @ 11:38

Hallo meine lieben Freunde,

Ich berichte brandaktuell von den turbulenten Halloweenfeierlichkeiten. Also schon die ganze Woche gab es viele Parties mit Halloween-Moto und jeder verkelidet sich hier. Teilweise sehr aufwendige Kostüme und Make-up. Da blieb mir bei manchen Outfits die Spucke weg!

Da wir uns hier ja anpassen, haben wir uns also in total abgefahrene Zombies verwandelt. Ihr müsst euch mal das Fotoalbum Halloween anschauen, da bekommt ihr einen Eindruck, wie gruselig ich war! Das Verkleiden war aber gar nicht so einfach. Ein nigelnagel neues Hemd so zu verunstalten, dass es aussieht als wäre man gerade aus einer Gruft heraus gekommen, ist aufwändig. Man muss es erstmal einschneiden oder mit einer Käsereibe behandeln, ein wenig Dreck oder Make-up verschmieren und ordentlich mit Blut bespritzen. Aber ich finde für das Ergebnis hat es sich gelohnt!

Dann haben wir uns, nun angemessen angezogen, auf nach Derry gemacht. Dort gab es eine bunte Halloweenparade und ein wunderschönes Feuerwerk. Da es hier jetzt schon sehr kühl ist, waren unsere Beine nach dem Feuerwerk echt kalt und wir dachten Essen hilft ja immer. Das hätten wir lieber nicht machen sollen: dieses Fast Food Restaurant war einfach mies! Ich hatte mir Pommes mit Würstchen geholt und ihr glaubt nicht was ich bekommen habe. Ein fritiertes Würstchen mit Panade! Das war kein Gaumenschmaus. Nach diesem Schock haben wir noch einen Absacker im Pub getrunken und sind noch auf eine Halloweenparty in Portstewart gegeangen. Das war ein toller Abend! Hier ist Halloween echt super! Ich komme nächstes Jahr wieder ;-)

Und zu diesem tollen Tag gesellt sich noch eine super Nachricht: MEIN BAFÖG IST ENDLICH DA!!!!!!!!!!! Ich kann es gar nicht glauben. Endlich ist da mal was passiert. So kann ich nun glücklich in die neue Woche starten und mich meinen Essays widmen.

Kussi

Bis dann,

Rebecca


Tipp der Woche: Seamus Heaney, Irisches Englisch

— geschrieben von nordirlandreb @ 11:48

25.10.2010

Mein Tipp der Woche ist der irische Poet Seamus Heaney. Hier mal eins meiner Lieblingsgedichte von ihm: 

The Disappearing Island

Once we presumed to found ourselves for good

Between its blue hills and those sandless shores

Where we spent our desperate night in prayer and vigil,

 

Once  we had gathered driftwood, made a hearth

And hung our cauldron like a firmament,

The island broke beneath us like a wave.

 

The land sustaining us seemed to hold firm

Only when we embraced it in extremis.

All I believe that happened was vision.

(Seamus Heaney: New Selected Poems 1966-1987)

 

Und noch ein anderer Tipp, falls ihr Euch für irisches Englisch interessiert, schaut doch mal auf diese Seite:

http://www.irishslang.co.za/irisha_m.htm

Viel Spaß!

 


Freundlichkeit

— geschrieben von nordirlandreb @ 11:46

25.10.2010

Heute mal wieder ein kleiner Beitrag zu den Charaktereigenschaften der Iren. Ich finde die auffälligste Eigenheit der Iren ist ihre unbegrenzte Freundlichkeit.

Man begegnet ihr wirklich überall: im Bus, an der Uni, im Pub oder auf der Straße. Zum Beispiel der Busfahrer der ganz selbstverständlich auf Nachzügler wartet oder einen Mann mit Krücke direkt vor der Haustür absetzt, auch wenn dort kein offizielle Bushaltestelle ist. Hier sind die Menschen so nett, dass sie sich für Alles entschuldigen. So bald der Ire nur in entferntester Weise etwas Unhöfliches getan haben könnte, entschuldigt er sich sofort.

Die Freundlichkeit der Iren merkt man auch daran, dass sie versuchen ein Gefühl von Zugehörigkeit zu vermitteln, besonders gegenüber Ausländern. Ich habe vor 2 Wochen sehr nette Iren auf einer Feier kennengelernt und sie haben mich schon zu anderen Feiern oder Treffen eingeladen. In Deutschland wäre mir das bestimmt nicht passiert.

To be continued...


Was macht den Iren zum Iren?

— geschrieben von nordirlandreb @ 13:43

 

20.10.2010 

Ich werde in dieser Kategorie mal versuchen festzuhalten, was Iren ausmacht und welche kulturellen Eigenheiten in Nordirland zum Vorschein kommen.

Wie ihr ja veilleicht schon meinen Einträgen entnehmen konntet, findet das Privatleben des Iren hauptsächlich im Pub statt. Hier trifft man sich mit Freunden und lässt es richtig krachen (hier wird im Pub richtig getanzt; kein Vergleich zu unseren Kneipen) oder man schlürft sein Bier ganz gemütlich und schweigt. Auch viele ältere Leute feiern zusammen mit den Jungen und sind teilweise ausgelassener als die junge Generation. Zur Illustration der irischen Trinkgewohnheiten dieses kleine Taxikonversation:

Taxifahrer: Was macht Ihr heute?

Erasmusstudent: Wir gehen auf eine Feier, ein Bier trinken.

Taxifahrer: Ein Bier??? Den Ausdruck ein Bier gibt es für uns im Englischen nicht. 

Und an dieses Credo hält sich hier Jeder. Das heißt ab 11 abends sind viele Studenten einfach nur betrunken. Bei uns in der Old Mill Grange macht sich das besonders bemerkbar, wenn im Suff Mülltonnen angezündet werden oder wild herum bebrüllt wird. 

To be continued...

 

 


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